++ FilmKultur am 03. Juli bei Lucie S.: „Die Gewalt geht vom Gelde aus“ ++

(mk) Am 3. Juli zeigen die jungen FilmemacherInnen Arielle Kohlschmidt und René Beder auf der Terrasse von Axel Krügers Restaurant Lucie Schulte (GZ-Görlitz, Altstadt, Untermarkt 22) ihren neuen und umstrittenen Dokumentarfilm „Die Gewalt geht vom Gelde aus“. Beginn ist 21:30 Uhr. Eintritt 3 Euro. Das Küchen-Team des Lucie Schulte serviert dazu “Sorbisches Fingerfood”.

Nach dem Film stehen die AutorInnen gern zu Fragen bereit. Einen filmischen Vorspann gibt es hier zu sehen: http://www.youtube.com/watch?gl=DE&hl=de&v=u3tT7NenZWI

Die Handlung (Quelle Arielle Kohlschmidt):
Der Tagebau Nochten bei Weißwasser holt sich demnächst einen Teil von Trebendorf, und einen Teil der Dörfer Rohne und Mulkwitz. Man denkt: Ein Dorf wird abgebaggert. Ok, das kennt man ja. Wir müssen ja an die Kohle ran. Wir wollen doch alle jeden Tag ein Licht einschalten!? Geht doch nicht anders. Oder? Also was ist dabei? Wenn in China ein Sack Reis umfällt?

Wer aber einmal zwischen Tagebaukante, sorbischem Dorf und dem alten, seltenen Urwald stand, wenn nur so die Wasserpumpen schnaufen, die das Grundwasser unter die Kohle senken, der weiß, dass hier mehr als ein Sack Reis, und mehr als nur ein Sack Geld umfällt. Der weiß: Hier frisst sich etwas durch den Sand, das hat noch keine Gnade gekannt. Doch ein Großteil der Betroffenen will freiwillig gehen. Nur die Rohner Umsiedler haben eine Bürgerinitiative gegründet.

Geht es um Heimat? Oder um Geld?Geht es um Selbstbestimmung? Oder um die Übermacht des längst von anderen Beschlossenen? Und sind wir so unschuldig, wie wir uns fühlen?
Der Dokumentarfilm „Die Gewalt geht vom Gelde aus“ beschreibt die Zeit zwischen Idylle und Umsiedlung im Kirchspiel Schleife in Sachsen. Und er zeigt, wie es kommt, dass es kommt, wie es immer kommt.

Beitrag: Matthias Krick (mk) – mkrick@goerlitz-zgorzelec.org

PDF    Sende Artikel als PDF an

Artikel drucken