++ KulturLeben: Bombardier – 160 Jahre Waggonbau in der Neissestadt ++

Eines vorweg: Unsere Rubrik “KulturLeben” bietet Ihnen Beiträge über Veranstaltungen und Aktivitäten, die unsere MitarbeiterInnen vom Förderverein Kulturstadt persönlich besucht oder durchgeführt haben. Das eigene Erleben steht im Vordergrund, Authentizität das Verbindende.
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(kha) Aus Anlass des Jubiläums 160 Jahre Waggonbau in Görlitz gab es am 17. Oktober 2009 einen Tag der Offenen Tür bei Bombardier. Ab 10:00 Uhr begann ein reges Treiben auf dem Werksgelände und die Parkplätze in den Nebenstraßen waren heiß begehrt.

Gleich am Eingang wurden die Besucher freundlich mit einem Programmheft und einer Tüte Gummibären begrüßt. Danach wurde man zu einer Führung durch die Produktionshallen eingeladen. Man konnte auch auf eigene Faust losgehen, aber dass ist nicht so informativ, also schlossen wir uns einer Führung an. Diese wurden vom ingenieurtechnischen Personal des Betriebes durchgeführt und waren sehr interessant.

Es wurde alles von der Fertigung der Außenhaut aus Stahl, nichtrostem Stahl und Alu-Blech, deren Montage mit Bodensegmenten und Dachelementen gezeigt, sowie die Montage des technischen Innenlebens von elektrischen- und Wasserleitungen bis zum Einbau der Sitze und Toilettenzellen. Es war auch möglich, die Punktschweißstrecke für das Befestigen der Fenterverkleidung an der Außenwand anzusehen. Für eine gesamte Außenwand sind 4 000 Schweißpunkte notwendig. Die Zuschnittautomaten, Schweißstationen und Biegeautomaten für die Führungsrohre der Leitungen sind natürlich alles Software-gesteuerte Anlagen und teilweise staunten die Besucher nicht schlecht.

Nach dem Betriebsrundgang war die Besichtigung des ausgestellten Waggonparks “ein Muss”. Besonders freuten wir uns über ein Wiedersehen mit einem Wagen von 1937 (Brettelklasse) und den Wagen, die mich durch meine Kindheit begleitet haben, die sogenannten Schienenbusse, aber auch ein Waggon der neusten Generation war beeindruckend mit seinem Luxus.

Auch das Kulturprogramm war nicht zu verachten: Neben dem Jugenblasorchester der Musikschule gab es eine Tanzvorführung “Tanzende Tücher” mit Windriders und mit BlueXpress “Swing, Latin und Funk” – eine Bühnenshow sowie verschiedene Belustigungen für Kinder.

Aus dem Programmblatt konnte man ersehen, dass Bombardier in allen seinen Werken einen Tag der Offenen Tür durchführt, so in Dänemark, Schweden und Norwegen, in Luxemburg, Polen, Israel und Indien.

Für uns, die wir in unmittelbarer Nähe wohnen, war es sehr interessant, einmal zu sehen, was in den Werkshallen beim Nachbarn passiert.

Vielleicht veranstalten wir auch mal einen Tag der Offenen Tür in unserer Küche und laden die Nachbarn ein :-) .

Beitrag: Karin-Hilde Haubenschild (kha) – khaubenschild@goerlitz-zgorzelec.org

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